Die Geschichte des verlorenen Kindes – Elena Ferrante 

Teil 4 der Neapolitanischen Saga. 

Er ließ mich (wieder) etwas verstört zurück. 

Ich musste mich ein paar Tage sammeln, bevor ich mich an diesen Text gesetzt habe. 

Die Beziehung zwischen Lila und Lenu bleibt auch im letzten Band zerrissen: mal innig, mal distanziert, doch fast immer unangenehm. 

Besonders irritierend wirkt, dass Lenu trotz ihres Erfolges immer wieder zu Lila zurückkehrt – mit einer beinahe kriechenden Haltung, die nach außen schmerzhaft spürbar ist. 

Anstatt sich nach so vielen Jahren endgültig zu emanzipieren, verfängt sie sich erneut in diesem ambivalenten Geflecht. 

Man wünscht sich, sie möge endlich ihren eigenen Weg gehen, doch die Bindung an Lila zieht sie unaufhörlich zurück. 

Dennoch war die Saga wunderbar zu lesen, auch wenn ich dabei von widersprüchlichen Gefühlen hin- und hergerissen wurde.

⭐️⭐️⭐️⭐️

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